Caroline Gempeler


Die Band ICH BIN HIER endlich wieder LIVE!

ICH BIN HIER Band live

ICH BIN HIER spielt live in Reitbrook für die Besucherinnen von der Sozialbehörde

„In diesen Monaten, in denen es viel um Konzertabsagen und wenig um Konzerte gegangen, ist es echter Luxus: Ich bin zu einer privaten Vorstellung von ICH BIN HIER eingeladen, der Band aus der Tagesförderstätte „Alte Schule Reitbrook“. Nur kurz geht bei der herzlichen Begrüßung alles munter durcheinander, danach herrschen große Konzentration und eine fast feierliche Atmosphäre. Vor uns stehen vier Menschen, die schon lange an ihren Liedern gearbeitet haben, gemeinsam getextet, probiert, arrangiert, geübt, verbessert, wieder geübt. Zwei führen auf ihre jeweils eigene Art Regie: Danny als Bandleader mit kräftigen Gesten, der den Takt und die Einsätze vorgibt, auf dem Keyboard begleitet und an den passenden Stellen das Publikum zum Mitmachen auffordert, und Caroline, die Erfinderin und Leiterin der Songwerkstatt, die über Unsicherheiten hinweghilft und mit der Gitarre den Liedern ihre jeweils eigene Farbe und Stimmung gibt. Damian und Peter sind ganz auf ihre eigenen Beiträge konzentriert, den Sprech- und Gesangseinsatz, die Rhythmusinstrumente, den Toneffekt „Meeresrauschen“ oder das Xylophon.

ICH BIN HIER Band live

Mich beeindruckt, wie stark die Lieder – meist nur mit wenigen Worten – Situationen, Gefühle und Themen heraufbeschwören können, die für die Menschen in der Alten Schule (aber natürlich nicht nur für sie) Bedeutung haben: Dass jeder Mensch sein eigenes Tempo hat und ungern rennt, nur weil ein anderer das verlangt. Dass man nimmt, aber auch gibt und auf die Menschen neben sich achtet. Dass man selbstbewusst seinen Platz beanspruchen kann und dort richtig ist, wo man ist. Dass man gerne etwas Neues fühlen und erleben möchte. Dass man sich nach dem Meer sehnt. Dass die Musik eine Freundin ist.

Danke für diese Stunde!“

(Erfahrungsbericht von Martin Schaedel, Ombudsperson der “Wohnen mit Assistenz Alte Schule Reitbrook”)


EVERYBODY´S GOT TO WIN

 

Pferde auf dem Mond können nicht rennen | Mensch und Tier lernen sich kennenKeiner ist schneller jeder gewinnt | Die Sterne leuchten über dem Glückskind | EVERYBODY´S GOT TO WINDie Welt ist groß die Sonne scheint | Wir packen ein die Kraft der ZeitDie Erde dreht sich heiter für AußenseiterTräume werden wahr | Ich bin ein Star | EVERYBODY´S GOT TO WIN | Wir leben wir schweben wir balancieren | Wir schwimmen wir schaukeln wir probieren | Das Licht zu essen die Luft zu trinken | Die Frösche tanzen die Pferde blinken | EVERYBODY´S GOT TO WIN | Wo ist die Kraft der Zeit | In meinem Herz

DIE WINNER_16zu9

Thanks for EVERYBODY 

Musikproduktion: Günter Reznicek; Künstlerischer Support,  Fotocollage, Songtextbearbeitung: Mariola Brillowska; Komposition: Danny Schulz mit Songwerkstatt Alte Schule Reitbrook; Leitung: Caroline Gempeler; Foto: Dagmar Servas;  Unterstützung: Mitarbeiter*innen-Team; Im Auftrag des Freundes- und Fördervereins der Pestalozzi-Stiftung Hamburg zum 175. Jubiläum


SCHOKOLADE FÜR WEIHNACHTEN UND FÜR 2022!

Nach Lebkuchen mit Schokolade backen und Schokolade mit Nüssen essen haben die „Weihnachtsmänner“ ihre Mützen, Pullover und rote Tannenzweige direkt geschenkt bekommen vom Photoshop. Demnächst aber wird ihnen Festkleidung spendiert, damit sie zum Jubiläum der Stiftung ein Konzert mit alten und NEUEN Liedern und schokoladigen Agitationen in bester Ausstaffierung geben können. Frohe Weihnachten wünscht die Songwerkstatt!

Weihnachtsmänner

 


GLÜCKLICH MIT “GOTT IM KÜHLSCHRANK”

Die Grundidee des Songs „Gott im Kühlschrank“ entstand mit Danny Schulz, der eine Zeit der Ungewissheit durchlebte, in der für ihn Beschäftigungen und Bezugspersonen wegfielen. Um der trüben Aussichtslage etwas entgegenzusetzen stellte ich in der Songwerkstatt Fragen in den Raum: „Was macht dir Freude? Was macht dich glücklich?“  Wir sammelten Worte. Wir improvisierten mit Akkorden. Danny trug eigene Sätze und Melodien bei. Seine originelle Phrasierung „Ich bin glücklich sein“ wirkte für die Ewigkeit gemacht. Wir stellten diesen Song in einer Rohversion zum Weltglückstag im März auf den Blog. „Jedes mal passiert die Sonne, wenn wir Musik machen“. Die Zeile verlangte nach mehr davon. Mit allen Beschäftigten untersuchten wir gemeinsam „Das Glücklich sein“ aus verschiedenen Perspektiven mit Stimmen, Tönen, Melodien, Instrumenten. Der Satz „Gott ist im Kühlschrank“ von Damian Müller gibt dem Ganzen eine philosophische Note, über die es Spaß macht, nachzudenken. Angelika Hamanns akustische Ausdrucksweise und Thomas Habels Rhythmusgefühl bereichern mit ihrer ganz eigenen Dynamik. Die Worte „glücklich“ von Jörn Schinnerling und „Kaffee“ von Peter Weinig einzufangen und festzuhalten machte uns noch mehr glücklich.

Danke an den Musikproduzenten Günter Reznicek für die tolle Gesamtkomposition, an Mariola Brillowska für den künstlerischen Support und an Alle, die mitgewirkt und uns unterstützt haben. Viele Grüße aus der Songwerkstatt Alte Schule Reitbrook von Caroline Gempeler, Leiterin der Songwerkstatt.

GOTT IM KÜHLSCHRANK


Songwerkstatt goes Puppet Show

 

Im Improvisieren mit Musik, Stimme und mit der Phantasiesprache aus dem Theater (Gromolo) gelingt es Danny Schulz zunehmend, von sich aus in einen Redefluss zu kommen, in welchen wir gemeinsam spielerisch eintauchen. Obwohl er im Alltag sich äußerst zurückhaltend im Dialog zeigt und es nicht schafft, ein Gespräch über zwei Sätze hinaus zu führen. Ich würde gerne mehr von Danny Schulz erfahren und hören, was er zu sagen hat. Handpuppen als Medium können motivieren, über die eigene Befindlichkeit zu erzählen, Geschichten und Situationen zu entwickeln, Dialoge und Stimmen zu (er)finden. Somit habe ich Herrn Schulz das Puppenspiel angeboten. Er suchte sich die Figuren aus, gab ihnen Namen und spielte los mit seiner Phantasie und Sprache und entwickelte auf einmal eigene Dialoge. Die Idee ist geboren, eigene Puppen mit allen Beschäftigten zu gestalten und wir dürfen gespannt sein, was dabei heraus kommt. Hier als Starter: Danny Schulz mit „Drei Gespräche“. Viel Spaß!

 


ICH BIN HIER wieder im Studio!

ICH BIN HIER nimmt neuen Song auf

Die Band ICH BIN HIER von links: Tamara v. Gogh, Caroline Gempeler, Damian Müller, Danny Schulz, Günter Reznicek und Fotografin Dagmar Servas haben heute mit Freude zum 3. Mal einen neuen Song aufgenommen und dürfen gespannt sein, wie Günter Reznicek daraus eine “Sinfonie” produziert. Bis dahin genießen wir den Sommer und schauen, was der Kühlschrank so hergibt… AHOI!

Günter Reznicek mit ICH BIN HIER im Studio

Danny Schulz von ICH BIN HIER im Studio bei Günter Reznicek

Danny Schulz von ICH BIN HIER im Studio


TRAURIG

Françoise Cactus_Foto Mariola Brillowska2

Françoise Cactus die französische Sängerin von der Berliner Band Stereo Total ist am Mittwoch, den 17. Februar, im Alter von 57 Jahren gestorben. Sie erlag einer Brustkrebs-Erkrankung. Wir sind traurig. Im Mai 2019 drehten wir mit ihrer Band, dem Duo Stereo Total zu deren Song Hass Satellit ein Musikvideo. Die Videopremiere fand in der Galerie Melike Bilir statt, zu der wir mit dem Duo gemeinsam performten. Françoise begegnete uns offen mit ihrer ehrlich humorvollen Art, welche für uns alle beglückend wirkte. Sie ließ uns teilhaben an ihrer Leichtigkeit, kraftvoll die Dinge des Lebens zu nehmen wie sie sind. Eine Bereicherung – wie auch ihre Stimme. 
Schön, dass wir uns begegnet sind. Ihr früher Tod macht uns traurig.
Im Namen der Songwerkstatt AWG Alte Schule Reitbrook
Caroline Gempeler, Mariola Brillowska, Pestalozzi-Stiftung Hamburg
Und:
Françoise Cactus moderierte seit 2016 einmal im Monat “Die Sendung” auf der rbb-Welle. Die nächste Ausgabe hätte am kommenden Dienstag, den 23.2.  ausgestrahlt werden sollen. Stattdessen wird Brezel Göring, von Stereo Total und Ehemann der Verstorbenen, die Sendung allein moderieren, wie Radioeins-Musikchefin Anja Caspary ankündigte.

VERKEHRTE WELT

Danke

Bisher fuhr ich meinen Arbeitsweg zu den Beschäftigten in Reitbrook gerne eine knappe Stunde mit Bahn und Bus, um in deren Alltagswelt einzutauchen, wo die Dinge anders laufen und umgekehrt, nach der Arbeit, auf der langen Heimfahrt, um mit Abstand wieder in meiner Normalität anzukommen. Seit Corona ist es andersrum. Ich gehe von zu Hause los, maskiert den Menschen aus dem Weg und fahre mit Passierschein im Rucksack zur Arbeit. Auf dem Rückweg konzentriere ich mich täglich darauf, gesund zu bleiben, neue Regelungen zu erfahren und nichts Verbotenes zu machen. In der AWG Alte Schule Reitbrook komme ich an und kann aufatmen, weil sich dort die Menschen nicht anders, sondern normal verhalten. Dass die Reitbrooker*innen sind wie sie sind, das fühlt sich gut an. Ich möchte ihnen dafür Danke sagen, darf ich das? Danke!


IN DER CORONAZEIT MIT DEM FAHRRAD AUF DEN MOND

WAS MACHEN WIR MIT DER CORONAZEIT? Wir befinden uns in einem epochalen Zustand. Viele Geschehnisse zeigen auf unsere Zerbrechlichkeit. Was wir machen können ist, mit wohlwollendem Blick die Menschen und die Welt genau beobachten und mittels Musik, Theater und anderen Künsten spielerisch Raum schaffen für neue Dimensionen und Das, was da ist, was gut tut. Wir haben das Reimen noch lang nicht satt in der Songwerkstatt; neue Songs sind da und wir trommeln Themen zusammen, die uns beschäftigen. Wir (er)finden mit geteilter Vorstellungskraft individuell Ausdrucksformen, die stark und froh machen. Nebst Figuren wie “Ritter”, welche sich mit Tönen schlagen oder “Schokoladenkönner”, entwickelt sich zum Beispiel gerade die Rolle eines “Sprache-Wissenschaftlers”, der den Mut hat, Worte aus eigener Perspektive neu zu übersetzen, damit er, wir sie und uns besser verstehen können. In dem Beitrag von Herrn Danny Schulz kommt Mittagessen zur Sprache.  Was auf den Tisch kommt, ist in diesen Zeiten noch essentieller denn je und was auch sehr wichtig, ist die frische Luft. Spazieren oder Fahrrad fahren. Das kann hier Herr Damian Müller sehr gut und nimmt uns in seinem Beitrag mit voller Kraft bis zum Mond. Es ist eine lange Reise.


UNSER HAUS IST ONLINE!

Homepage Alte Schule Reitbrook

Wir freuen uns sehr, Ihnen und Euch die neue Homepage der „Alten Schule Reitbrook“ vorstellen zu können:

www.alte-schule-reitbrook.de

Sie ist die virtuelle Visitenkarte unseres Angebotes und informiert über die tägliche Arbeit. Vor allem aber macht sie die Menschen, die hier leben und arbeiten sichtbar. Danke für das Interesse, Markus Pithan


HEUT IST HEUT

Heut, heut ist heut und morgen ist so weit

Heut, heut ist heut und für morgen hab ich keine Zeit

Wenn ich hier so sitze, kann ich ganz viel seh’n

farbenfrohe Töne, Augenblicke schön

Heut, heut ist heut und morgen ist so weit

verdammt weit weg

Heut, heut ist heut

und für morgen hab ich keine Zeit


MANCHE UHREN TICKEN ANDERS

Songwerkstatt 2015

Manche Dinge laufen anders

Manche Dinge laufen anders

Menschen gehen auseinander

Alle Uhren ticken anders

Darf ich sagen?

Ja, ich kenn es

Kannst du’s wissen

Darf ich fragen?

Ja

Manche Dinge laufen anders

Manche Dinge laufen anders

Menschen kommen zueinander

Alle Uhren ticken anders

Ich trag Jogginghose und du?

Jeans

Ich trink lieber Tee

Als Kaffee und du?

Saft

Lila Cola

Das ist schön

Tick Tack

Tick Tack

Ticke – Tacke

Ticke – Tacke

Ticke – Tacke

Tick Tack

Manche Dinge laufen anders

Menschen kommen zueinander

Menschen wachsen miteinander

Alle Uhren alle Uhren

Ich hab meine Zeit und du?

Ich hab auch meine Zeit und du?

Alle Uhren ticken anders

Und du fragst mich

Ich soll weitergehen

Dabei will ich nur

Auf der Erde steh’n

Ja, das ist schön

Tick Tack

Tick Tack

Ticke – Tacke

Ticke – Tacke

Ticke – Tacke

Tick Tack


Musikvideo BACKE FRIEDEN Premiere am 23. Februar 2018

Musikvideo BACKE FRIEDEN

Liebe Kolleginnen und Kollegen, auch ich möchte mich bei allen Mitwirkenden für eine wunderbare Veranstaltung bedanken, die die Filmpremiere letzten Freitag war. Was da entstanden ist, ist schon sehr beeindruckend. Noch beeindruckender ist, was bei den Menschen, die wir betreuen dürfen, am Entstehen ist. Vielleicht sollte ich besser sagen: was am Durchbrechen ist. Ich würde gerne auf dem aufbauen, was dort sichtbar wurde: Gemeinsam mit den Bewohnern an etwas arbeiten, ihnen Raum geben und lassen und das Vertrauen in ihre Fähigkeiten zur Grundlage der Arbeit machen. Ihnen Gelegenheit geben zu zeigen, was in ihnen schlummert, ohne sie in eine bestimmte Richtung zu drängen.  Sich von ihnen überraschen lassen. Mit ihnen zu gehen, anstatt sie auf irgendeine Schiene zu setzen. Dieser Weg ist der richtige. Je mehr Vertrauen, um so mehr Zutrauen und Mut. Wer am Freitagabend miterlebt hat, was Anerkennung, Vertrauen und ein gemeinsames Ziel auslösen können, weiß an welchen Grundsätzen wir uns auch in Zukunft orientieren. Danke an alle, die den Mut haben zu vertrauen. 

Markus Pithan


Genie und Wahnsinn: BACKE FRIEDEN Videodreh in Reitbrook

Die Bergedorfer Zeitung berichtet: GENIE UND WAHNSINN

Mariola_Brillowska_Backe-Frieden-Milchhof-Reitbrook

Milchhof Reitbrook; von links: Danny Schulz, Caroline Gempeler, Pascal Schäfer, Sabine Ruppert, Damian Müller, Manou Hannemann

Von links: Caroline Gempeler, Pascal Schäfer, Manou Hannemann, Damian Müller, Mariola Brillowska, Mark Boombastik, Björn Hintelmann, Danny Schulz, Johanna Becker, Thomas Habel

Es bedankt sich herzlichst die Regie und ihre Mitkünstler (Musiker, Kamera, Licht, Kostüme, Maske, Musikarrangement, Standfotografie) bei den AWG-Reitbrookanwohnern und ihrem Team, beim Milchhof Reitbrook und der Bäckerei Heinz Hintelmann für die großartige Kooperation, Mitarbeit, Mitwirkung, tollen Locations und das attraktive Catering. Es sind gestern und vorgestern sehr originelle Filmaufnahmen in einer echten, noch nicht digitalisierten Welt entstanden, die uns davon rennt. Wir haben hochqualitative Bilder gemacht, die sich deutsche Musik- und Werbeindustrie niemals zutrauen würden. Dass alle Mitwirkenden den sehr aufwendigen, am ersten Tag vom Wetter gestörten, am zweiten von Emotionen gesteuerten Filmdreh gewuppt haben, ist wirklich ein Beispiel dafür, dass man einfach machen muss. Dann geht noch was mit AWG Reitbrook Anwohnern und dergleichen. Sie werden gefördert und man wird das in dem Video BACKE FRIEDEN sehen und hören und mit Anmut bewundern. 

Mariola Brillowska


TRAUER um BOY EB ROSE

Boy Eb Rose vor der AWG

Am Morgen des 11.5. ist Boy Eb Rose für uns alle überraschend verstorben. Er wurde von uns seit 13 Jahren betreut und lebte zuletzt in der AWG Alte Schule Reitbrook. Wir sind sehr traurig. Boy hat das Zusammenleben in der Alten Schule äußerst positiv geprägt. Die große Lücke, die er hinterlässt, ist schon jetzt deutlich spürbar. Wir sind dankbar, dass wir ihn kennen und an seinem Leben teilhaben durften. Er hat uns sein Vertrauen geschenkt. Für dieses Geschenk sind wir alle sehr dankbar. Diese Fähigkeit, zu vertrauen war für mich in den Jahren, die ich Boy kannte, ein großes Vorbild. Ich wünsche mir sehr, dass er dies auch gespürt hat und wir alle dazu beitragen konnten, dass er sich in der Zeit mit uns gesehen und gewürdigt fühlte. Die Reaktion der Kolleginnen und Kollegen hier in Reitbrook lässt deutlich spüren, dass wir mit Boy nicht nur einen Klienten, sondern einen wichtigen Menschen verloren haben, der uns fehlen wird. Seine unverwechselbare Art, sein Lachen und sein Humor sind unvergesslich.

Markus Pithan


Musikvideo ICH BIN HIER

Danny, Damian und Caroline kommen rückwärts, dennoch zielsicher mit der Tür ins Haus. Sie sagen, sie seien hier und das ihnen Musik wichtig ist. Dass sie ihre Freundin ist. Dass sie mit ihr tanzen sie und alle. Dass sie gerne Lila Cola trinken und Ghostbusters mögen. Und im Sommer picknicken, singen, rasseln, stricken, schaukeln, schmusen, genießen sie gemeinsam mit ihren Mitbewohnern und Mitarbeitern unter schattenspendenden Bäumen im idyllischen Garten, welches sie Reitbrook rufen. Dass sie das als „Das Frühstück im Grünen“ betitelte Gemälde des impressionistischen Malers Édouard Manet von 1863 zitieren, ahnen sie nicht. 

Mariola Brillowska


Neustart

Mariola_Caroline2

Caroline Gempeler Debérn: Von allen kreativen Medien sehe ich die Musik als größte Quelle und Bereicherung im Leben, die heilsam wirken kann. Egal wie sich eine Person zeigt oder welche Sprache sie spricht oder gar nichts spricht, Musik kann alle Menschen ansprechen. So gründete (s)ich im Januar 2015 die Songwerkstatt in der AWG Alte Schule Reitbrook. Nach knapp einem Jahr des gemeinsamen Songwritings initiierte ich die Produktion unseres ersten Musikvideos ICH BIN HIER mit der renommierten Hamburger Künstlerin Mariola Brillowska. Die Zusammenarbeit mit Mariola Brillowska ist äußerst wertvoll für uns alle und öffnet weitere Türen und Welten, von denen wir bisher nur geträumt haben. Toll, wenn unsere Arbeit bewirkt, dass wir gemeinsam weiterwachsen und die BewohnerInnen der AWG Reitbrook präsent sind, und dass wir den Bewegungsradius unserer Gesellschaft erweitern können. Die schönsten Momente für mich sind, wenn ich die Behinderung der AWG Anwohner vergesse und alle sind wir die Künstler auf der gleichen Ebene!

Mariola Brillowska: Nach der Produktion des 1. Musikvideos für die AWG Songwerkstatt Reitbrook wurde mir nach und nach seitens Caroline Gempeler und Markus Pithan, dem AWG Reitbrook Leiter, die Aufgabe des (CD) Creative Director für die öffentlichen Auftritte der AWG Anwohner übertragen. Diese sind für sie sehr wichtig, weil sie dadurch in die Außenwelt reintegriert werden, aus der sie stammen, die ein Teil von ihnen ist, die sie in sich tragen. Mein Vorsatz ist, auch der Soziale Bereich, kann Glamour vertragen. Es macht mir Spaß, Menschen ohne Lobby so auszuleuchten, dass sie strahlen. Man hört aus ihren Songs und sieht in den Videos, dass es ihnen gefällt, sich zu zeigen und gesehen zu werden. Auch die Integration weiterer Künstler von außen, die in den Projekten mit den AWG Reitbrook Anwohnern mitwirken, erzeugen spürbaren Mehrwert auf beiden Seiten. Als CD wurde ich dank des Engagements von Caroline Gempeler und der Kompetenz von Markus Pithan beauftragt. Dass es weiter geht, habe ich aber der Akzeptanz meiner Person durch die AWG Anwohner zu verdanken. Habe ich mich integriert oder haben sie es getan? 

 

Caroline Gempeler Debérn / Musikerin und Gestalttherapeutin / Leitung Songwerkstatt AWG Alte Schule Reitbrook / Pestalozzi Stiftung Hamburg

Mariola Brillowska / Medienkünstlerin / Kunstprofessorin / Ehrenamtliche Mitarbeit für die Pestalozzi Stiftung Hamburg als CD